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FEBRUAR 2008

OMAN – JEMEN

Der nicht geplante Stop im Oman hat dann letztendlich 3 Wochen gedauert.

Hier der Grund:
Die fast gebrochenen Wanten zu ersetzen und neue in den Oman zu schicken, braucht halt seine Zeit. Es gibt auch noch einiges anders zu erledigen, z.B. den Ofen zu reparieren, der im Seegang aus seinen Loch geflogen ist oder den Bug zu spachteln, der nach der Berührung mit einen grösseren, harten Gegenstand ( vermutlich einem Baumstamm ) einen Riss hatte.

  

 

mast verloren
 
  

Aber alles konnten wir gut erledigen, anderen ist es da viel schlimmer ergangen, die haben gleich ihren ganzen Mast verloren.

Am 25.Februar geht's dann endlich weiter,“bewaffnet“ mit Turban und dem neuen 46er Schraubenschluessel fuer die neuen Wanten, in Richtung Aden

  
wanten
 

 

Dieser Abschnitt entlang der Kueste Jemens ist einer der meistgefuerchtesten Gegenden bezueglich Piraterie. Nach vielen Gespraechen mit Leuten, die lokale Kenntnisse haben, speziell mit Mohammed aus Salalah ( der auch in vielen anderen Dingen Yachties eine grosse Hilfe ist ) , ergibt sich eine etwas andere Sicht der Dinge:
Erstens sollte man alles vergessen, was an Schreckensszenarios von Leuten verbreitet wird, die ausschliesslich Sofa-Navigation betreiben. Sicher ist hier noch immer eine Gefahr vorhanden, aber nachdem der Jemen eine offenbar funktionierende Kuestenwache aufgebaut hat, ist die wesentlich geringer einzuschaetzen, als befuerchtet.

Gut, mindestens 20 – 30 Seemeilen Abstand zur Kueste sollte man schon haben und das man sich ungesehen vorbei schleichen kann, ist auch eher selten. Viele hochmotorisierte Holzboote fahren weit raus, um Sardinen zu fischen.. Und einige kommen dann auch laengsseits, um nach etwas zu Essen oder um nach Wasser (seltener nach Zigaretten ) zu fragen. Denen gleich mit der Waffe zu begegnen, ist eher der falsche Weg. Ein freundliches Laecheln und ein arabisches Hallo „Salaam al haykum“ bei Annaeherung schafft eine angenehme Atmosphaere und wuerde selbst bei Annaeherung von wirklichen Piraten die Situation eher entspannen und entschaerfen. Beim Einsatz von Waffen kann man hier dieser Gegend in nur verlieren, da ein wirlicher Angreifer sicher besser bewaffnet waere.

  

 

So fliegen also einige Lebensmittel und Wasserflaschen zu den Fischern rueber ( die ein strahlendes Laecheln auf ihr Gesicht zaubern ) und oefter auch mal frisch gefangene Sardinen zu uns rueber.

So war es dann eine friedliche Ueberfahrt, leider ohne Wind, wir sind 5 Tage nur motort.

Mit unseren schoenen neuen Wanten, die man hier auf dem Foto bei der Ansteuerung von Aden gut erkennen kann,erreichen wir dann am 1.Maerz den Jemen.

Mehr von diesem interessanten Land dann im kommenden Logbuch,

 

bis dahin.......alles Gute !

 

Tom & Fabian

 

Koh Pan Yi


  

jemen