Rund ums SchiffAround the world tourLogbuchBildgalerieKontakt
Logbuch

Archiv

KW 01 2004

29.12.03 - 04.01.2004

Auf der Suche nach einem schönen Tauchplatz umrunden wir am Montag die Insel Pedro Gonzales, an der Südwestküste auf 8'24,8 N - 079' 07,8 W finden wir eine kleine Felsnadel direkt vor der Küste, die recht viel versprechend ist. Leider ist die die Sicht unter Wasser heute hier ziemlich dürftig, dafür über Wasser um so besser, wo sich und ein herrliches Naturschauspiel bietet, abertausende Vögel schweben über dem Tauchplatz.   
   Anschliessend machen einen kleinen Stop vor dem Dorf Pedro Gonzales, lernen bei einen Kurzbesuch die freundlichen Bewohner kennen, erstehen ein paar Kochbananen (aus denen Nela am folgenden Morgen ein kolumbianisches Frühstück bereitet) und schlürfen in der Dorfbar bei ohrenbetäubender Musik ein kleines Cerveza.
Für die Nacht kehren wir dann wieder zurück in die Bucht San Bernado, mit ihrem idyllischen Strand und einer der schönsten Plätze der Islas Las Perlas.
Der folgende Tag führt uns zur Insel San Jose, einer der grössten Privatinseln der Welt, jetzt zum Grossteil im Besitz eines panamenischem Baumarktbesitzer.
Wir ankern hier in der Ensenada Playa Grande, einer grossen, aber doch recht offenen Bucht. So segeln wir weiter am Silverstertag an das südliche Ende San Jose, hier soll es eine kleine, aber wunderschöne Bucht geben. Der Tip stammt von Ted, einem Einhandsegler, der schon viele Jahre mit seinem Trimaran auf den Weltmeeren unterwegs ist.
Und tatsächlich, nach einer vorsichtigen Ansteuerung und einigen vergeblichen Ankerversuchen (der Grund besteht aus Kieseln mit Sand) liegen wir sicher vor Anker in einer traumhaften Bucht, der richtigen Rahmen für die Neujahrsfeier.
  

Bei der haben wir dann auch gleich doppelten Grund zu feiern, denn der 40. Geburtstag von Klaus fällt ebenfalls auf den 1. Januar, also gibt es ausser Champagner noch einen Kuchen, auf dem die 40 Kerzen kaum Platz haben.

   Am Neujahrstag besuchen wir zu Fuss Gerda + Dieter, zwei Deutsche, die vor zwanzig Jahren mit ihrem Segelschiff "Seepferdchen" in einer nahgelegenen Bucht an der Ostküste der Insel gelandet sind. Die waren auf der Suche nach einem Paradies zum Leben und haben es hier gefunden.
Mit Erlaubnis des damaligen Besitzers haben sie unter schwierigen Bedingungen ein wenig Land gerodet und Obstplantagen angelegt. Heute bauen sie hauptsächlich zuckersüsse! Pampelmusen und andere Citrusfrüchte an.Ausserdem halten sie Schafe und Hühner und leben vom dem was sonst so auf der Insel rumfleucht, wie Wildschweine und anderes Getier (der Leguan war sehr lecker, danke Gerda, das ich ihn probieren durfte -TOM ).

Wirklich sehr nette Leute, im Austausch von einem Fläschchen Rum und ein Paar Wurstkonservern geben sie uns zum Abschied soviele Früchte, das wir sie kaum tragen können.
Am 2. Januar geht`s dann wieder raus auf`s Meer, Ziel ist für`s erste die kleine, 25 Meilen entfernte Insel Galera, ein kräftiger Nordostwind treibt uns mit 8 Knoten voran.
Die Insel macht wirklich einen Super-Eindruck, nur leider ist ein ankern oder anlanden heute unmöglich, da es nur eine Möglichkeit gibt und hier eben der kräftige Wind direkt hinein steht . Unterwegs haben wir einen Thunfisch und eine Dorade gefangen, und die möchten doch an einem ruhigen Ankerplatz gegessen werden, also segeln wir weiter an die Ostküste der Insel Rey, wo gegen 17.00 Uhr der Anker an der Mündung des Rio Cacique fällt. Der Platz scheint recht beschaulich zu sein, aber der erste Eindruck sollte sich nicht bestätigen.
Kurze Zeit später kommt aus der Richtung des nahgelegenen Dorfes Esmeralda ein Motorboot mit zwei Jugendlichen und zwei Hunden. Die fahren erst einmal an den Strand, einer verschwindet mit den Hunden erst einmal im Wald, der anderen fährt am Strand lang und beobachtet uns. Nach einer halben Stunde kommen sie dann längsseits und fragen eher barsch nach etwas zu trinken. Die Mädels geben ihnen etwas, als ich heraustrete, um mir die Gestalten näher anzuschauen, senken die ihre Blicke.
Das ganze Verhalten erscheint sehr seltsam, bei mir schrillen sämtliche Alarmglocken und ich bereite mich schon auf einen weiteren nächtlichen Besuch vor.
Der kommt dann auch recht rasch, schon kurz nach Sonnenuntergang steuert ein anderes Motorboot auf uns zu, darin wieder die zwei Hunde und 14 Gestalten, teilweise mit verstränkten Armen aufrecht stehehend und mit einem alles anderem als freundlichen Eindruck im Gesicht.
Nun, ich bin gut vorbereitet, fordere sie erst einmal freundlich, dann nachdrücklich auf, erst einmal Abstand zu halten und zu sagen, was sie wollen. Als darauf keine Reaktion erfolgt und sie weiter zielstrebig auf das Heck SILVER BLUE`s zusteuern ( hier kann am leichtesten an Bord kommen ), machen ich ihnen unmissverständlich mit der Signalpistole klar, das Distanz erwartet wird, aber schon halten sich die ersten am Heck fest. Erst das entsichern und zielen auf die Typen bringt sie auf einigen Abstand.
Während sie da dann beraten, lichten wir den Anker und streben einem freundlicherem Platz zu, den wir dann um 23.00 Uhr wieder in der Ensenada Grande auf San Jose finden.
Es ist traurig,das es immer wieder Vorkommnisse diese Art gibt, aber es hilft leider nur beinharter Selbstschutz, sind die bösen Buben mal an Bord, hat man schon verloren.
Beim Mitternachtsimbiss der Fische lassen wir dann nochmal alles Resüme passieren, anerkennnende Worte Nela`s zeigen, das sie sich auch weiterhin sicher an Bord fühlt und das ist sehr wichtig.
Wir verbringen noch weitere schönen Tage in den Islas Las Perlas, einem grundsätzlich sehr schönem und sicherem Archipel mit freundlichen Bewohner, nur die südliche Hälfte der Ostküste der Isla Rey sollte mit Vorsicht genossen werden.

Mehr von SILVER BLUE in der Woche, wenn ihr mögt,
bis dahin.............alles Gute !

Tom & Nela