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KW 04 2002

20.01.2002 - 26.01.2002

Es ist Sonntag der 20. Januar und wir befinden uns auf Dominica. Hier liegen wir in der Ruppert Bay bei Portsmouth vor Anker. Da es gestern Abend doch etwas später war wird gut ausgeschlafen gegen halb zehn gefrühstückt. Um elf Uhr sind wir mit Bounty verabredet, der uns zu unserer Inselrundfahrt abholt. Doch wie es scheint war für ihn die gestrige Party etwas zu heftig und er hat da was durcheinander gebracht, denn er steht schon um 10:00 Uhr parat.
Wir besprechen nochmals die Zeit und er fährt wieder von dannen, doch keine viertel Stunde später kreist er wieder ums Schiff herum. Wenn er meint! Gut ist auf jeden Fall, dass nicht er das Taxi steuert mit dem wir die Rundfahrt machen, sondern jemand anderes. So fahren wir kurz vor 11 Uhr los und Bounty bringt uns zum Taxistand wo wir bereits erwartet werden.
Jefferson heißt der Mann, der uns in den nächsten Stunden einen Teil seiner Heimat zeigen wird. Rein in das beigefarbene Vehicle und los geht es.
Zuerst geht es hoch gen Norden. Kaum sind wir aus Portsmouth raus stehen rechts und links der Straße zahllose Bananenstauden. Bananen sind das einzige wovon es auf Dominica genug gibt und wird daher manchmal auch als Bananenrepublik bezeichnet.
Über die Banane gibt es wissenswertes: Die Bananenstaude kann bis zu 3m lange und 0,6m breite Blätter haben und entwickelt an der Spitze der Pflanze einen großen Blütenstand.
7 Monaten dauert es, bis die Pflanze blüht, nach weiteren 4 Monaten reifen die Früchte und danach stirbt der Spross komplett ab. Anfangs steht die Blüte aufrecht krümmt sich dann aber im Laufe der Entwicklung nach unten und entwickelt große violette Blätter zwischen denen sich dann die eigentlichen Blüten befinden aus denen dann die Frucht, die Banane entsteht.
Doch nicht nur diese Frucht wächst hier an fast jeder Ecke. Orangen, Zitronen, Grapefruits, Papayas, Mangos, Carambole, all dass wächst hier in den Gärten und teilweise einfach wild irgendwo. Auch was bei uns mühevoll als Zimmerpflanze gehegt und gepflegt wird und dann meist doch kläglich eingeht, das wächst und gedeiht hier in großen Büschen, teilweise ganze Hecken. Extrem große Gummibäume, es blühen Riesenhibiskus und Weihnachtssterne, eine Farbenpracht die so nicht zu beschreiben ist. Blumen, deren Namen ich nicht kenne, die beim Floristen ein horrendes Geld kosten, wachsen hier einfach so am Straßenrand und in Mitten von dem unsagbar schönen Pflanzenmeer zwischen sattem grün. Eine echte Augenweide!
Fast hätte ich vergessen die Palmen zu erwähnen. Was wir gestern auf unserer Indian River Tour gesehen haben war wohl nur ein Vorgeschmack auf das was wir hier heute geboten bekommen. Die Palmen hängen schlappvoll mit Kokosnüssen und sind teilweise bewachsen und berankt von großen Kletterpflanzen mit grünen oder bunten Blättern.
Am beindruckendsten sind da die sogenannten Elephant Ears, was übersetzt Elefantenohr heißt und dass zu Recht, denn diese Blätter sind wirklich so groß wie ein Ohr eines ausgewachsenen Elefanten. Diese ranken an Palmen hoch oder stehen in mannshohen Büschen am Straßenrand. Dann die Baumfarne, Farn der am Stamm wächst und mehrere Meter hoch ist. Zwischen alle dem tauchen dann noch die dunkelgrünen, hoch- und dichtgewachsenen Brotfruchtbäume auf. Oder was gestern noch als einzelner Busch beeindruckte ist heute dicht an dicht als "Wald" zu bewundern: Bambus.
Diese Eindrücke erstrecken sich über die ganze Strecke entlang der Westküste bis in die etwas höher gelegene Regionen. Wir legen den einen oder anderen Stop ein um die tolle Aussicht zu genießen und am Straßenrand auch die kleinen Pflänzchen zu betrachten wie beispielsweise die Mimose die sich schon bei der kleinsten Berührung zusammenklappt und schließt.
Im Norden sehen wir uns einen Strand an, an dem sich wohl nur Fischer aufhalten. Überall Reusen und die kleinen Fischerboote und an den kleinen Hütten hängen die Schwanzflossen der Blue Marlins und Thunfische als Trophäen.

Weiter geht es nach Callibishie. Hier sieht man den für die Karibik zwar typischen, für Dominica jedoch eher seltenen, weißen Sandstrand.
Von hier geht es der Ostküste entlang wieder abwärts. Bei der Fahrt durch die vielen kleinen Ortschaften sehen wir überall Familien die vom Kirchgang kommen. Alle chic gekleidet, besonders süß sehen die kleinen Mädchen und Buben aus. Auch hier gibt es ziemlich viele Kirchen in den kleinen Dörfern und die Menschen sind sehr gläubig.
Sonntag scheint auch Waschtag zu sein. In den vielen Flüssen die wir überfahren stehen vielerorts die Einheimischen und waschen sich, ihre Wäsche und auch ihre Autos welche direkt in den Fluss gefahren werden. Ein interessantes Bild.
Interessant ist auch, wie hier ein Straße dicht gemacht wird. Über die gesamte Straßenbreite wird einfach quer eine Mauer errichtet, schon erledigt. Verkehrszeichen sind hier sowieso eher die Ausnahme.
Unsere weitere Fahrt verläuft in südwestlicher Richtung und bringt uns zu dem Punkt der die Mitte der Insel darstellt und vermutlich den einzigen Kreisverkehr bildet. Kurze Zeit später, ohne jegliche Ansage stoppt Jefferson den Wagen, öffnet die Tür und pflückt direkt von seinem Sitz aus ein Hand voll Gras ab und gibt es uns mit dem Hinweis es zwischen den Fingern zu reiben. Gesagt getan entfaltet sich ein ganz erfrischender Duft und wie auf Kommando ist zu hören: "Zitronengras"! Zitronengras und das büschelweise direkt am Straßenrand, unglaublich. Unser Chauffeur will schon wieder durchstarten da melden wir noch etwas Bedarf an, denn das ist gut in der Bordküche zu gebrauchen
(siehe kulinarischer Tipp J )

Nun geht es dann aber doch weiter denn wir wollen noch zu Emerald Pool fahren.
Emerald Pool ist ein kleiner Pool direkt unter einem kleinen Wasserfall inmitten des Regenwaldes. Ein viertelstündiger Fußmarsch durch den Regenwald beeindruckt wieder aufs Neue. Ein Blättervorhang aus zwanzig Farbtönen, alle grün! Über schmale Wege, eine Brücke und ein paar große Steine kommen wir direkt zu diesem idyllischen Ort. Außer uns ist noch eine Familie hier die jedoch nur wenige Minuten bleibt, dann sind wir unter uns. Hinter dem Wasserfall durchgelaufen, raus aus den Klamotten und rein in das feuchte Vergnügen.
Eine schöne Erfrischung und frisch ist das Wasser allemal, besonders was die Temperatur anbelangt. All zu lange dürfen wir jedoch nicht hier verweilen, denn unser Taxi wartet ja.
Also schnell abgetrocknet und angezogen machen wir uns auf den Rückweg. Dabei hätten wir uns das Abtrocknen fast schenken können. Wir sind keine 100 Meter gegangen, da prasselt ein Regenschauer auf uns nieder. Doch das gehört hier einfach dazu und so gehen wir einfach weiter und zurück zum Taxi. Die letzten Kilometer fahren wir dann der Ostküste entlang und nach fast 6 Stunden sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt.
  

Hier werden wir wieder von Bounty erwartet, der uns dann auch direkt zum Schiff bringt.
Was die Eindrücke anbelangt sind wir zwar gesättigt, der Magen aber hängt auf halb acht.
Nichts wie rein ins Dingi und rüber zur Purple Turtle Bar auf einen kleinen Imbiss.
Ein Gericht, was in Dominica als Attraktion gilt, wird hier auch serviert: Mountain Chicken.
Jetzt könnte man annehmen es handelt sich um eine Hühnchen. Irgendwie ein Berghuhn, Hanghuhn oder was in der Art. Irrtum! Mountain Chicken ist nichts anderes als ein Riesenfrosch. Mahlzeit!
Wer weiß eigentlich was ein Hanghuhn ist?
Also, das ist ein Huhn das am Hang lebt; einfach oder!? Doch wie fängt man ein Hanghuhn? Nun, damit es da leben kann hat es ein kurzes und ein langes Bein und man stellt sich einfach hinter das Huhn, ruft: "Hallo Hanghuhn" Dann dreht es sich um und kullert den Hang hinunter. Kleiner Scherz am Rande, Späßle gmacht!
Wir haben auf jeden Fall kein Mountain Chicken gegessen und machen uns wieder auf den Weg zurück an Bord.
Der Montag beginnt früh, um 6 Uhr klingelt der Wecker und bereits um 7 sind wir parat doch der nächste große Regen war schneller, also abwarten. Eine halbe Stunde später können wir dann starten. Heute geht es früh los, da wir einen großen Schlag vor uns haben. Knappe 70 Meilen bis nach Martinique. Noch in der Bucht wird das Groß und die Fock gesetzt und so bleibt es bis zum späten Nachmittag. Durch einige Regenschauer und teilweise recht hohe Wellen sind wir mit 7 - 8 Knoten unterwegs. Bei unserer Ankunft auf Martinique, in Fort de France ist es bereits dunkel und wir tasten uns in die Bucht hinein. Kurz nach 19:00 Uhr fällt der Anker, noch was zum Abendessen gemacht und das war es dann für heute.
Am Dienstag Morgen ist Thomas erste Amtshandlung das Einklarieren. Von dort kommt er mit frischem Baguette und Croissants zurück und es wird gemeinsam gefrühstückt.
Jetzt wo einklariert ist dürfen wir ja alle an Land und das tun wir auch, wir gehen auf den Markt in Fort de France. Dort angekommen können wir nicht genug staunen und schnüffeln.
Zig Stände mit feinen Gewürzen, selbstgemachten Likören und verschieden Sorten Punsch.
Es duftet aus allen Ecken nach Muskat, Curry, Zimt, Vanille, und und und.
Diese Stände befinden sich in einer Art Halle, wo auch der eine oder andere Stand mit Souvenirs und Handarbeiten zu finden ist. Vor der Halle bieten die Marktfrauen frisches Obst und Gemüse an, wo wir dann auch unseren Bedarf decken. Wir marschieren weiter, denn hier gibt es auch einen Fischmarkt und den wollen wir auch besuchen. Auch hier herrscht buntes Treiben. Alle möglichen Fische werden hier angeboten. Leider auch die, die man sich lieber beim Tauchen ansieht, die schönen Bunten.
Die Einkäufe werden zurück an Bord gebracht und dann geht es direkt in den Supermarkt, die Vorräte etwas aufbessern. Auch dieser Einkauf wird ins Dingi geladen, an Bord gebracht und verräumt. Nun ist der Tag auch schon fast um, und die Zeit die noch bleibt bis die Geschäfte schließen und es wieder dunkel wird, die verbringt jeder wie er mag.
Den Mittwoch Vormittag verbringen wir noch in Fort de France um ein paar Erledigungen zu machen dann geht es weiter in Richtung Süden. Nach guten 2 Stunden kommen wir dort in der Grande Anse de Arlets an und ankern dort, was hier nicht ganz ohne ist, wir haben also mehrere Versuche frei. Gut Ding will eben Weile haben. Zwischenzeitlich schwirren komische Gefährte um uns herum. Hier werden am Strand motorisierte Etwas verliehen die aussehen als wären sie bei einer Autoscooter-Bahn ausgebrochen oder wie die Feuersteins bei Raumschiff Enterprise. Also völlig albern. Einer touchiert uns keck am Heck und daddelt wieder weiter. Für uns ist dann allerdings Beeilung angesagt, denn wir wollen noch einen Tauchgang machen. So hüpfen wir mit unserer Ausrüstung ins Dingi und machen uns auf den Weg. Es hat sich gelohnt! Bei Pt. Lezarde sind wir eingestiegen in die faszinierende Landschaft unter Wasser. Schwämme, sicherlich 30,40 oder auch 50 Jahre alt, riesig groß. Ein Anblick wie eine Kraterlandschaft. Becherschwämme die teilweise über einen Meter hoch sind und einen Durchmesser von sicherlich einem halben Meter haben. Sehen aus wie überdimensionale Trichter. Gigantisch! Ich sehe zum ersten Mal Kofferfische; witzige Gesellen. Moränen bekommen wir auch zu sehen, dabei ist eine, die grüne Moräne, recht groß. Respekteinflößende Tiere. Alles in einem ein gelungener und sehr beeindruckender Tauchgang. Mit dem letzten Tageslicht fahren wir zurück zum Schiff und so geht auch dieser Tag zu Ende.
Morgenstund hat Gold im Mund und so ist das auch am Donnerstag. Um halb acht ist der Anker bereits aufgeholt und wir machen uns auf den Weg nach St. Lucia. All zu lange ist die Strecke nicht, doch der Passat macht sich recht heftig. Die See ist zwischen den Inseln sehr hoch aber auch lang. Der Wind bläst mit über 30 Knoten und das Ölzeug kommt auch wieder zum Einsatz. Im Einsatz ist auch die Angel, doch mit Petri heil ist nichts. Noch nicht einen einzigen Fisch haben wir gefangen seit wir Antigua verlassen haben. Dafür fliegen die fliegenden Fische hier ziemlich hoch, was wir zuvor so noch nie gesehen haben und sehr komisch aussieht. Was wir auch sehen sind viele, kleine, graue Wale. Nur kurz tauchen sie aus den Wellen heraus auf und sind genau so schnell wieder weg. Keine Ahnung was für Wale das sind.
Hoch am Wind werden wir dahin gezogen und um 14 Uhr fällt der Anker in der Marigot Bay. Eine malerische Bucht in der sich eine kleine Halbinsel befindet. Absolut filmreif dieser Anblick und dass im wahrsten Sinne des Wortes, denn hier wurde der Film Dr. Doolittle gedreht. Thomas fährt zum Einklarieren und wir bekommen gleich Besuch von den Boat Boys, denen wir ein paar Bananen abkaufen. Die Männer drehen mit dem Dingi eine Runde in der Bucht und reservieren im Restaurant "Doolittle" einen schönen Tisch, wo wir zu Abend essen. Das Restaurant liegt direkt am Wasser und direkt bei dieser kleinen Halbinsel.
Nach dem Essen genehmigen wir uns an der Bar noch einen Drink, dann ist es auch schon wieder Zeit zu Bett zu gehen.
Der Freitag Morgen wartet mit einer kleinen Überraschung auf. Die gestern gekauften Bananen haben wir im Cockpit aufgehängt und über Nacht draußen gelassen, was ein paar Vögeln sehr gelegen kam, denn die haben sich daran erfreut und an Deck ein ziemliches Schlachtfeld angerichtet. Aus der Schale haben die Biester die Bananen herausgepickt und überall ein paar Stückchen verloren. Eben diesen Salat beseitig gibt es dann Frühstück.

   Bevor wir Marigot Bay verlassen wollen wir noch ein wenig Wasser tanken und das tun wir nicht am dafür vorgesehenen Steg, denn dort warten bereits 2 andere Schiffe bis sie Wasser und Diesel tanken können. Wir fahren an das nördliche Ende der Bucht und legen dort am Steg von JJ´s Paradise an um dort Wasser zu tanken. Diese Zeit nutzen wir um einen Blick hinter den dichten Mangrovendickicht zu wagen. Über einen schmalen langen Steg gelangt man zu dem Restaurant JJ´s Paradise und ein paar Schritte weiter in ein kleines Feriendorf mit schönen kleinen Häuschen von denen jedes seinen eigenen Pool hat. Vom Hügel dieses kleinen Dorfes hat meine eine geniale Aussicht auf die Bucht.
Auf dem Weg dort hin sehe ich auch etwas lustiges:
eine Kuh die unter Palmen grast!
Jetzt aber zurück an Bord und dann kann es los gehen.
Raus aus dieser wunderschönen Bucht und wir steuern einen Tauchplatz an, Anse de Chastanet. Dort machen wir an einer Muringboje fest und wollen dort zum Tauchen gehen. Doch eine Erkundigung am Strand gebietet uns Einhalt, denn auf St. Lucia darf man nicht ohne einen örtlichen Führer tauchen. Also gibt es einen schnellen Mittagssnack und wir machen wieder los und uns somit auf den weg nach Vieux Fort, unser Quartier für die Nacht, wo wir kurz nach 18 Uhr ankommen. Auch auf dem Weg hierhin wurden wir nicht von Regen verschont. Komischerweise bekommen wir auch immer dann, wenn wir gerade ankern oder festmachen, auch eine Dusche ab. Kann man nichts machen!
  

Es ist Samstag der 26. Januar. Viertel nach sieben und wir sind schon unterwegs und alle hundemüde. Das war eine Nacht. Eine Böe hat die Nächste gejagt und wir wurden ordentlich durchgeschaukelt. Doch es hilft nichts, trotzdem mussten wir früh raus, denn heute liegen 50 Meilen vor uns. Und da unser nächstes Ziel Bequia ist, heißt es wieder einklarieren und die Herrschaften in diesen Büros arbeiten ja auch nicht Tag und Nacht, also bietet es sich an rechtzeitig dort an zu kommen. Auch diese Strecke ist nicht ohne und es geht zeitweise recht ruppig her doch dafür sehen wir wieder diese kleinen, grauen Wale.
Auf dem Weg nach Bequia wird wahr womit wir schon fast nicht mehr gerechnet haben: FISCH!

   Bernd hat einen schönen Barracuda am Haken. Petri heil Bernd. Allerdings haben wir auch ein Opfer zu beklagen, denn unser niedlicher Damenköder ist leider weg. Nachmittags um 14:30 Uhr sind wir dann am Ziel und machen an einer Muringboje in der Admiralty Bay vor Port Elisabeth fest.
Thomas geht mal wieder zum Einklarieren und Christina und Bernd kümmern sich um den frischgefangenen Barracuda. Der kommt jedoch vorerst in den Kühlschrank denn heute Abend gehen wir essen. Zu Mac´s Pizza gehen wir und das ist ein absolutes Muss wenn man nach Bequia kommt, denn hier gibt es geniale Pizza, im speziellen Lobster-Pizza. Hört sich tatsächlich etwas dekadent an doch sie schmeckt einfach köstlich.

So schlendern wir nach einem feinem Essen noch ein paar Meter und gönnen uns noch einen kleinen Neiger bei Frangipani ehe es zurück an Bord geht. Mondhell ist die Nacht und selbst jetzt kann man noch das Wasser in türkisblauen - grünen Farben sehen. Einfach klasse!
Einfach klasse ist auch der kulinarischer Ausflug in die Bordküche:
Menü von Chef de Cuisine Bernd

Hühnchenspieß mit Paprika - Chutney, dazu Pellkartoffel mit Avocado - Dipp

Für 4 Personen:
500 g Hühnchenbrust - Filet
2 gelbe Paprika
2 kleine Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Bund Zitronengras ( gibt es im Asia Laden )
3 EL Apfelessig
100 ml Orangensaft
2 TL Honig
etwas Olivenöl
1 Msp. Paprikapulver, 3 Msp. Curry, Pfeffer, Salz
1 Avocado
etwas Zitronensaft
1 TL Sahnemeerrettich
1 Becher Saure Sahne
Zitronengras

Für das Paprika Chutney eine halbe gelbe Paprika waschen, entkernen und in kleine Würfelchen schneiden, eine kleine Zwiebel fein hacken, ebenso die Knoblauchzehe. Alles in etwas Olivenöl schön anlassen, 2 TL Honig dazu geben, nochmals erhitzen und mit dem Orangensaft und dem Apfelessig ablöschen. Das Paprikapulver und das Currypulver zugeben gut umrühren und so 10 - 15 Min. köcheln und einreduzieren lassen. Dann vom Herd nehmen und mit dem Zauberstab kurz pürieren, so dass noch kleine Stücke erhalten bleiben, dann erkalten lassen.

Für den Avocado Dipp die Avocado halbieren, Kern entfernen und die Frucht schälen. In kleine Stücke schneiden und mit einer Gabel zerdrücken und glatt rühren. Den Meerrettich und den Sauerrahm zugeben, mit Salz und Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken und kalt stellen.

1 Paprika waschen, entkernen und in Würfel schneiden zum Aufspießen, so auch die geschälte Zwiebel schneiden. Die Filets ebenfalls in spießgerechte Würfel schneiden.
Nun die Spieße wie ein Schaschlik machen und immer Fleisch, Zwiebel, Paprika im Wechsel aufziehen. Diese dann salzen und Pfeffern und mit gehacktem Zitronengras bestreuen und in heißem Olivenöl von allen Seiten anbraten.

Die Kartoffeln werden einfach mit der Schale gekocht und so serviert. Wer mag kann auch Salzkartoffeln kochen und auch an die ein wenig Zitronengras geben.

Sicherlich ist dies auch ein vorzügliches Essen wenn man kein Zitronengras bekommt, also einfach mal probieren, egal ob mit oder ohne Zitronengras.
Gutes Gelingen und guten Appetit.!

Und zum guten Schluss noch ein paar weise Worte von Konfuzius:
Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln.
Durch Nachdenken: der edelste
Durch Nachahmen: der leichteste
Durch Erfahrung: der bitterste


Schön wäre es, wenn ihr nächste Woche wieder dabei seid, dann steht hier wieder
( hoffentlich auch mal wieder Dienstags! ) ... was uns die neue Woche so gebracht
... in einer Woche wieder hier:
gleiche Welle, gleiche Stelle!

so long

Diana + Thomas
Christina + Bernd