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KW 18 2004

26.04. - 02.05. 2004

Es ist die Woche der Segel. Anfangs geht es noch schön dahin, es ist zwar wenig Wind, aber SILVER BLUE läuft unter dem Gennaker gemütlich mit 5 Knoten dahin und wir geniessen die Schattenspiele in dem Segel.

Tja, und dann war erst einmal nichts mehr mit segeln, Flaute !
Also schmeisen wir die Maschinen an und tuckern über den Pazifik. Wir haben noch einiges an Diesel in den Tanks und füllen auch noch 90 Liter aus Kanistern ein. Ist auch gut so, denn die Flaute dauert fast 3 Tage an. Wir nutzen die glatte See für kleines Bad im Pazifik.

  
   Am Freitagmorgen kommt endlich wieder ein wenig Wind auf, also nichts wie rauf mit dem Gennaker. Der sollte aber nicht lange halten, scheinbar ist ihm der Pazifikschwell nicht bekommen. Durch die hohe Dünung und wenig Druck im Segel, fällt das halt immer wieder ein und geht dann mit einem Ruck wieder auf.
Jedenfalls hat unser schönes Segel schon um 09.00 Uhr einen Riss an der Einfassung, also runter damit, bevor er ganz kaputt geht.
Mit Bordmitteln lässt er sich leider nicht reparieren, aber wir haben ja noch unseren Spinnaker.

Der hat zwar schon in seinen 9 Jahren einiges mitgemacht, aber funktioniert immer noch recht gut. Wir müssen ihn zwar 3 x tapen, weil ein vor Jahren reparierter Riss immer wieder auf geht, aber wir laufen unter dem Spi schöne 6 -7 Knoten.
Bis, tja, bis Samstagabend, bis der Wind ein wenig auffrischt. Wir tauschen grade via SSB die neusten Nachrichten mit Seglern auf dem Pacifik aus, als es einen lauten Knall gibt. Der Spi reisst komplett vertikal und horizontal durch und landet im Wasser.

NU IS ER HI - DER SPI. War wohl doch schon ein wenig mürbe.

  
  

Wir daddelt also nur mit der Fock mit grad mal 4 Knoten weiter, das Grosssegel zu verwenden würde auch nichts bringen, da das sich auf Grund der nach achtern geführten Wanten nicht weit ausbaumen lässt.
Aber wir haben noch 500 Meilen "to go" , und so wollen wir auch nicht weiter zuckeln. Also mal was neues probieren. Am Sonntag führen wir die Ersatzfock auch mit in die Rollfockanlage mit ein ( hat eine zweite Führung ), baumen beide Segel mit Hilfe der Spischoten seitlich aus, eins Steuerbord, eins Backbord, und siehe da, wir haben ein wunderbares Passatsegeln.
Mit dem laufen wir bis zu 7 -8 Knoten vor dem Wind, da kommt doch Freude auf.

Mehr von unseren "letzten" Meilen zu den Marquesas in der kommende Woche,

bis dahin.......Alles Gute !

Tom & Nela