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KW 20 2003

12.05.-18.05.2003

Der Montagmorgen beginnt ers einmal im Clubrestaurant mit einem kolumbianischem Cafe, dem Austausch der neuesten Informationen und dem Anheuern einer neuen Hilfskraft.
SILVER BLUE wartet ja auf eine grosse Wäsche und einige andere Pflegearbeiten, so werde ich mir schnell mit John einig, der arbeitet wirklich günstig und auch sehr ordentlich. Er bekommt heute auch noch eine Hilfe ......... Regen! Und was für einen. Es ist zwar Regenzeit, und so regnet es etwas ab und zu (während der ersten vier Monate im Jahr hat es nicht einmal geregnet), aber was heute hier runterkommt gleicht eher einem Wasserfall.
So stehen dann auch nach einer halben Stunde einige Teile Cartagenas einen Meter unter Wasser. Aber das Leben geht weiter, einige lassen sich auch auf einem Karren stehend durch die Wassemassen ziehen, andere nutzen eines der zahllosen Taxis (es gibt ca. 24.000 in Cartagena), die ungeniert durch die Fluten fahren.
Nach einer Stunde ist der Spuk wieder vorbei, und das Wasser im Meer verschwunden und SILVER BLUE glänzt mittlerweile auch wieder.

Am Dienstag, wie auch der Rest der Woche, ist an Bord lernen angesagt. Diess Mal allerdings nicht von mir, sondern von meiner Freundin Luznela, die sich auf einige Examen vorbereiten muss.
SILVER BLUE bietet ja schöne Plätze zum studieren und ich unterstütze sie mit nahrhaften Sachen aus der Kombüse, die geistige Aktivitäten fördern.
Aber es gibt auch noch einiges anderes für mich zu tun, die Motoren wollen auch mal wieder laufen. Speziell auf den Backbord-Motor bin ich gespannt, denn der stand noch kurz vor meiner Abreise nach Europa durch einen wirklich dummen Zufall noch ziemlich im Wasser. 3 Tage Arbeit hat es damals gekostet, alles zu reinigen und wieder zu konservieren. Und was ist jetzt ..... er springt doch wieder nicht an. Aber ein wenig Kontaktspray hilft schon, dann schnurrt er wieder.
  

Der Donnerstag wartet mit besonderem auf, in diesen Breiten ist heute eine totale Mondfinsternis zu beobachten. Um die Wartezeit darauf zu verkürzen, gibt es im Clubrestaurant eine "Eclipsen-Party", sehr lustig.
Am Freitag in der früh schaut mein Spanischprofessor vorbei, wird auch wieder Zeit ein wenig mehr meine Kenntnisse zu vertiefen, so vereinbaren wir für die kommende Woche neue Unterrichtsstunden.
Während des gemütlichen Frühstücks am folgenden Morgen beobachten wir eine ankommende Segelyacht, die uns irgendwie bekanntvorkommt. Und richtig, es sind die ehemaligen Bootsnachbarn "Polio-Rumba" (nennt sich selber so, seit er seit seiner Polio-Infektion einen doch eigenen Gang hat) und "Mexico" (wird so genannt, weil er daher kommt).
Sie kommen zurück von der Regatta die Anfang Mai von Cartagena nach St.Andrè und Provedencia führte. Sie schwärmen von diesen zwei kleinen Inseln, die vor der Küste Nicaraguas
liegen, aber zu Kolumbien gehören. Vielleicht führt auch der Weg von SILVER BLUE einmal dorthin.
Was auf SILVER BLUE sonst so passiert ist, könnt ihr in einer Woche wieder hier lesen, wenn ihr mögt.................
.............bis dahin alles Gute !

TOM