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KW 21 2003
19.05. - 25.05.2003
Es ist Montagmorgen und die halbe Welt scheint sich am Wochenende überlegt
zu haben, heute hier aufzutauchen. Nun gut, mit Amauri, meinem Spanischprofesor
war Unterricht von 08.00 - 10.00 Uhr verabredet und der Elektriker für
den Einbau der neuen Bilgepumpenautomatik ( bei Wassereinbruch werden die
Pumpen automatisch in Gang gesetzt - waren leider defekt ) war für heute
Morgen bestellt. Aber die zahlreichen anderen Fragen erschweren die Konzentration
auf den Spanischunterricht doch erheblich.
Und dann ist da auch noch auf einmal ein grosser Katamaran direkt vorm Bug
von SILVER BLUE .............. der kommt mir aber irgendwie bekannt vor. Und
richtig, es ist Chris mit seiner 47´Lagoon "Kassoumay" . Diesen
lustigen Engländer hatte ich in Bonaire kennengelernt, zwischenzeitlich
haben wir via e-mail weitere Erfahrungen ausgetauscht. Er hat mir von den
St.Blas-Inseln vorgeschwärmt
( da kommt er jetzt grade her - SILVER BLUE wird auch hoffentlich bald dort
sein ), und ich habe ihm Cartagena wärmstens empfohlen, und da ist er
nun .........
Natürlich haben wir am Abend noch viel geplauscht und uns für den
folgenden Tag zu einer konzertierten Aktion verabredet. Wir fahren zusammen
mit Christian, dem franzözischen Skipper eines anderen Katamarans zu
"Ferrocem", der Werft, die in dieser Region die einzige Möglichkeit
hat, grosse Katamarane zu kranen. Alle drei wollen wir den Schiffen einen
neuen Unterwasseranstrich verpassen, aber dafür nicht die üblichen
US $ 1.000,- bezahlen. Und siehe da, unsere gemeinsamen Aktion hat sich gelohnt,
am
Mittag kehren wir mit einem Angebot für jeweils US $ 500,- in der Tasche
zurück.
| Mitte der Woche tausche ich dann eine der Vorleinen aus, die gute "Gleistein"-Leine,
mit der mich Freund "Flocke" aus Bremen (fertigt übrigens
in seiner Firma erstklassige Drahtseile) versorgt hat, möchte ich
doch nicht weiter dem hemmungslosen Algenwachstum aussetzen. Die neue Leine, die ich hier günstig erstanden habe, wird sofort von einem schönen Vogel als Fischplattform genutzt; die Farbe scheint ihm zu gefallen. Allerdings scheint er auch Appetitlosigkeit zu haben, wenn er eine Kamera sieht. Er unterbricht jedesmal seine interessante Fischtechnik ( an der Leine nach unten hängend sich kleine Fische von der Oberfläche schnappend ), um für Fotos zu posieren. |
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Die Woche ist dann auch noch John mit seiner Frau zum Abendessen auf
SilVER BLUE eingeladen. John ist vor vielen Jahren hier mit seinem Schiff
hängengeblieben und ist mittlerweile der Dockmaster im Club Nautico
und hat während meiner Abwesenheit ein besonderes Auge auf SILVER
BLUE geworfen. Samstag heisst es früh aufstehen, Luznela muss um 07.00 Uhr zur Uni und ich nutze die frühe windarme Stunde, um mit meinem Helfer John (ein anderer) das Grossegel zu reinigen. Grad haben wir die Arbeit geschaft, nimmt der Wind auch schon zu, und SILVER BLUE zerrt heftig an den Heckleinen. Noch ein wenig trocknen lassen und dann nichts wie runter mit den 80 qm Segel. |
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Mittlerweile ist es auch schon Mittag geworden und Luznela kehrt fröhlich
zurück, um mit mir das Wochenende zu geniessen. TOM |
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