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KW 23 2003

03.06. - 09.06.2003

Als wir am Dienstag zu SILVER BLUE zurückkehren, weht ein frischer Südwind. Am Morgen waren es um die 30 Knoten, aber es ist noch nicht der gefürchtete Südwind, der einen Namen trägt, der frei überstzt an das Hinterteil eines Hühnchens errinnert. Der dauert zwar nur 20 Minuten, erreicht aber Windgeschwindigkeiten von über 50 Knoten. Für diese Fälle ist SILVER BLUE mit 4 Bugleinen Richtung Süden gesichert.

Im Laufe der Woche steht Ölwechsel für die Maschinen an und einige andere Kleinigkeiten, die einem das Schiffsleben nie langweilig werden lassen.
Eine gute Gelegenheit, vor dem längeren Törn zu den St.Blas-Inseln (ca. um den 20. Juni), nochmal alles zu testen, ist unser Wochenendausflug zu den Islas Rosario. Luznela und ich haben noch einige Freunde eingeladen, und so starten wir am Samstagmittag zu acht in Richtung Islas Rosario.Es gibt zwar kaum Wind, aber mit dem Wetter hatten wir die ganzen Tage Glück. Nachdem es doch die letzten Tage doch viele Gewitter hatte, so haben wir jetzt strahlenden Sonnenschein und geniessen die Aussicht auf schöne Tage.

  
   Das Ziel ist die Isla Grande, durch zahlreiche Riffe schlängelt sich SILVER BLUE zu einem schönen Ankerplatz in Front von einigen geschmackvollen
Wochenendhäusern.
Nach einem ausgiebigen Bad im klarem Wasser ist der Hunger gross, leider war der Fischfang auf dem Weg hierher nicht erfolgreich und auch der freundliche Inselbewohner hat ausser heimischen Perlen (in einem schönen rosa Farbton) nichts Fischiges zu verkaufen. So gibt es dann halt eine riesige Portion
Spagetti Amatricana.
Die zwei anderen Nachbarlieger sind am folgenden Morgen schon früh verschwunden, den hat wohl die nächtliche Party mit viel Technomusik nicht gefallen.

Sorry, aber musste auch mal sein. Aber vielleicht wollten sie ja auch nur noch einen anderen Platz in dieser schönen Inselgruppe besuchen, so wie wir auch am Mittag den Ankerplatz wechseln. Der Tag vergeht sonst mit ausgiebigem Baden, ich nutze die Gelegenheit, um das Unterwasserschiff zu inspezieren und einige Muschel zum Verlassen des Schiffsrumpfs zu überreden.

Das macht sich bei der Rückfahrt am Montagfrüh auch gleich mit einem Knoten mehr Geschwindigkeit bemerkbar. Wir haben zwar keinen Wind, aber eine ausgeprägte Dünung. Das und die Feierlichkeiten am Wochende scheint einigen nicht so gut zu bekommen, so füttern sie fleissig die Fische.
Vielleicht beissen
deshalb auch die Fische, jedenfalls landet an der Schleppangel ein schöner Thunfisch und ein stattlicher Barakuda.
Das wird ein schönes Essen in Cartagena geben.
  
  

Hier machen wir, nachdem es den meisten wieder gut geht und SILVER BLUE wieder aufgeklart ist,
noch ein Abschiedsfoto.

Was dann den Rest der Woche so passiert ist, könnt ihr in einer Woche wieder hier lesen, wenn ihr mögt.
Bis dahin....................alles Gute !

TOM