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KW25 2001
17.06.2001 - 23.06.2001
Es ist Sonntag der 17.06. und nach einem ausgiebigen, gemütlichen Frühstück
holen wir um 11:00 Uhr den Anker auf und machen uns auf den Weg in Richtung
Sardische Westküste. Kaum haben wir die Bucht verlassen, werden auch schon
die Segel gesetzt.
Wir segeln knappe 15 sm mit herrlichem Wind. Der frischt allerdings mächtig
auf, je mehr wir uns Capo Spartivento nähern.
In Korsika und an der Westküste Sardiniens herrscht seit 3 Tagen Sturm, und
wie es scheint hat dieser die See schwer aufgewühlt.
Die Segel schnell eingeholt ziehen wir es aber dann doch vor wieder umzudrehen.
Also suchen wir uns eine geschützte Bucht und warten mal ab was das Wetter
noch so bringt. Nach zwei Stunden beschließen wir nach Capo di Pula zurückzufahren,
da für die Nacht keine Besserung angesagt ist, und wir in der Buch in der
wir bis jetzt sind über Nacht nicht bleiben können.
In Capo die Pula verbringen wir auch den ganzen Montag; mal ein paar Stunden auf der Westseite der Bucht, mal ein paar Stunden auf der Ostseite der Bucht. Der Wind macht nämlich was er will, pfeift aus allen Richtungen und das recht heftig mit bis zu 38 Kts. Nachdem was die gute Fee vom Wetterbericht berichtet ist auch keine Besserung in Aussicht, so dass wir den Plan die Westküste entlang zu fahren endgültig aufgeben.
Am Dienstag Morgen fahren, nein segeln wir dann vorbei an Cagliari mit Kurs auf die Bucht Cala Pira, in der Tom und ich bereits vergangene Woche Mittwoch übernachtet haben. Hier gehen wir am späten Nachmittag vor Anker und bleiben für heute hier. Carola und Alex, mit dem Dingi an Land gefahren, erkunden nach dem Essen noch ein wenig die Insel und dann ist auch dieser Tag zu Ende.
Neuer Tag, neues Glück!
Ehe wir heute, am Mittwoch loslegen, tauchen wir erst einmal ab. Mein erster
Tauchgang nach dem Tauchkurs!
Zu sehen gab es hier nicht viel, doch ich hatte eh genug mit mir selbst zu
tun. Also, üben üben üben. Und das mit der obligatorischen Tauchertaufe, das
verschieben wir besser auf das nächste Mal, denn sonst ist für mich der Tag
heute gelaufen.
Mittags geht es dann weiter, entlang der Ostküste, wo recht wenig los ist.
Auf der Karte haben wir uns eine nette Bucht ausgekuckt. Doch wie es scheint
gefällt die auch dem italienischen Militär sehr gut; alles vollgepumpt mit
Militäreinrichtungen. Da hier dann direkt ein militärisches Sperrgebiet beginnt,
welches sich über fast 60sm erstreckt, beschließen wir eine kleine Nachtfahrt
einzulegen.
| Für solch eine Nachtfahrt muss man sich natürlich auch ordentlich stärken.
So, und da wir ja in Italien sind, ist es wohl langsam an der Zeit, das
es an Bord endlich mal Pizza gibt, oder!? Pizzabäcker Alex übernimmt das prompt und souverän, und die Vorfreude auf das leckere Abendessen ist nicht zu übersehen. Frisch gestärkt auf durch die Nacht. Kein Mond zu sehen, aber ein prächtiger Sternenhimmel. Um Mitternacht vorbei an Arbatax, durch den Golf von Orosei direkt nach Capo Comino der Sonne entgegen (Sonnenaufgang 05:55 Uhr ). Um 09:30 Uhr ankern wir in einer wunderschönen Bucht namens Ruia am Capo Comino die ringsum mit großen weißen Sanddünen gesäumt ist. |
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Wir sind zwar die einzigsten die in der Bucht ankern, doch es gibt noch etwas
hier, liegt sozusagen dauernd „vor Anker", oder besser: auf Grund.
Denn hier liegt irgendwo im weißen Sand, in sechs Meter Tiefe, das Wrack eines
Corsair - Flugzeugs, ein amerikanisches Kriegsflugzeug.
Die genaue Position des Wracks war uns nicht bekannt, und doch haben wir nur
20 Meter daneben geankert.
Praktisch, denn zu diesem Wrack tauchen Tom, Alex und ich noch am Nachmittag
und Carola genießt das feine Wetter an Bord.
Heute wird dann auch die Tauchertaufe nachgeholt.
Am Freitag machen wir nur eine kurze Strecke. Wir steuern Coda Cavallo an,
wo wir am frühen Nachmittag in der gleichnamigen Bucht ankern.
Nicht das jemand auf den Gedanken kommt, es gäbe an Bord nichts zu tun, oh
nein. Heut ist mal wieder ein kleiner Arbeitseinsatz angesagt, und das in
schwindelnden Höhen.
Das Großfall wird erneuert.
Tom zieht Alex mit dem Bootsmannstuhl den 18m hohen Mast hinauf.
Nach getaner Arbeit gibt es ein gemütliches Abendessen, Palatschinken zum
Dessert ( sei nur so nebenbei erwähnt ;-) und ein schöner Sonnenuntergang
runden das Ganze ab.
Es ist Samstag der 23.06. und mit jeder weiteren gemachten Seemeile gen Norden,
ist in den Buchten und unterwegs immer mehr los.
Zum Einen liegt das sicherlich auch daran, das Wochenende ist. Doch der Hauptgrund
dürfte sein: wir nähern uns langsam aber sicher der Costa Smeralda.
Doch auch hier finden wir ein unterwegs eine lauschige Bucht, Cala di Marinella.
Für einen kleinen Mittagssnack legen wir eine Pause ein für Paste, basta.
Pasta Puttanesca gibt es!
Da die äußerst lecker schmeckt gibt es heute mal wieder einen kleinen kulinarischen
Ausflug in unsere Bordküche.
Man nehme:
1 große Zwiebel fein schneiden in Olivenöl andünsten,
ca 15 Sardellen zugeben,
je nach Gusto 1-2 Knoblauchzehen klein gehackt oder gepresst mit anschwitzen.
Dies auf kleiner Flamme kochen lassen bis die Sardellen leicht zerfallen,
dann 2 Dosen gewürfelte Tomaten dazugeben,
abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer, Basilikum und Oregano die Soße eine viertel
Stunde köcheln lassen.
Zum Schluss 1 Eßl. Kapern und 3 - 4 Eßl. schwarze Oliven zugeben und noch
mal kurz aufkochen lassen.
Das Ganze über die in der Zwischenzeit al dente gekochte Pasta geben, einmal
gut umgerührt, fertig.
Buon appetito!
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Nicht nur die Pasta ist eine echte Attraktion, es gibt noch was ganz
spezielles zu sehen: die Bucht hat eine Bahnstation, mit Haltestelle.
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Was uns die neue Woche so alles gebracht hat ... in einer Woche wieder hier:
gleiche Welle, gleiche Stelle!
so long
Grüße von Diana + Tom





