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KW26 2001
24.06.2001 - 30.06.2001
Es ist Sonntag der 24.06. und wir verlassen Porto Rotondo. Doch zuerst müssen
wir uns für die kommenden Woche wieder ein wenig verproviantieren. Also machen
wir uns auf den Weg quer durch die Marina zum Supermarkt der ganz am anderen
Ende liegt.
Dort eingekauft verladen wir die Einkäufe und uns selbst auf die Ladefläche
eines kleinen Kastenwagens vom Supermarkt und werden so zum Schiff gefahren;
kostenloser Lieferservice, nicht schlecht.
In Porto Rotondo gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt. Hier kann man
sogar im Sommer dicke Pelzmäntel kaufen. Die Boutiquen, vom Feinsten! Überall
glitzert und funkelt es; in den Schaufenstern und auch davor.
Es ist eben die Costa Smeralda und es geht um sehen und gesehen werden.
Wir haben jedoch genug gesehen und sehen besser zu, dass wir langsam von hier
weg kommen, denn sonst werden Liegegebühren für einen weiteren Tag fällig
und, ganz wichtig, heute gibt ist Formel 1.
Also bedarf es einer schönen Bucht um fern zu sehen.
Eben noch ein paar Liter Diesel getankt und direkt zur Isola Mortorio, in
eine der überfüllten Buchten. Heute ist überall ziemlich viel los, was nicht
verwunderlich ist: Wochenende und feinstes Wetter. Wir finden hier zwar einen
schönen Platz zum Ankern, aber leider keinen TV-Sender der das Rennen überträgt.
Scheint in Italien mit den Fernsehrechten ähnlich zu sein wie in Deutschland.
Also, kein Formel 1, das ist natürlich bitter!
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Wenn das so ist, dann machen wir uns auf den Weg nach Tahiti. |
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Fast den ganzen Montag Vormittag haben wir die Bucht für uns alleine, nur
wir und viel Nebel, doch das tut der Idylle dieses Ortes keinen Abbruch.
Wie der Nebel geht kommen auch schon die Motor- , Segel- und Schlauchboote.
Da jetzt nicht mehr viel mit Ruhe ist, kann man auch was arbeiten.
Lege ich heute mal wieder einen Waschtag ein, Wäsche waschen ist angesagt.
Gut ausgerüstet wie wir sind haben wir auch eine Waschmaschine an Bord.
Wonderwash nennt sich das gute, handbetriebene Teil. Ja, richtig gelesen,
hier ist Handarbeit angesagt. Nach viel kräftig kurbeln und spülen hängen
6 Ladungen Wäsche an den Leinen. Leinen gespannt vom Spifall bis zu den Wanten
könnten wir locker Werbung für den Weissen Riesen machen. Wenn wir schon bei
Leinen sind, da haben die Herren der Schöpfung heut auch wieder welche erneuert,
die von Traveller und Großschot.
Macht sich gut!
Heute Nacht beißen nicht nur die Moskitos, nein auch die Fische. Mit 4 schönen
Fischen hat Tom somit das Mittagessen für den morgigen Tag gesichert.
Eigentlich wollten wir den neuen Tag, es ist Mittwoch, mit einem morgentlichen
Tauchgang beginnen, doch daraus wird mal wieder leider nichts.
So verlassen wir die Isola Caprera und fahren in Richtung der Strasse von
Bonifacio. Unterwegs legen wir in der Cala Spalmatore an der Isola La Maddalena
einen kleinen Stop ein. Von hier nehmen wir nach einem leichten leckeren Fischessen
Kurs gen der Nordspitze Sardiniens.
Budelli, Santa Maria und Razzoli sind die Namen der drei nördlichen Inseln
des Maddalena Arichipels. Aus ihnen bildet sich die Bucht Cala Giorgio Marino,
die einen genialen Blick auf die Straße von Bonifacio bietet.
Hier zu ankern erfordert u.U. viel Geduld. Zum Einen gefällt diese Plätzchen
auch noch vielen anderen sehr gut und zum Anderen ist der Ankergrund ziemlich
schlecht, man hat also mehrere Versuche frei. Gut Ding will eben Weile haben!
Der Anker hält und die Aussicht ist genial. Man sieht von hier auch in die
Meerenge Passo Cecca di Morto, was übersetzt Passage der Selbstmörder heißt.
Diese schmale und felsige Passage trennt die Inseln Budelli und Santa Maria
und hat ihren Namen wohl ihrer Beschaffenheit zu verdanken, denn eine Wassertiefe
von nur 1,80m ist für eine Durchfahrt nicht unbedingt empfehlenswert.
25°C Wassertemperatur heißen natürlich nichts wie rein in das nasse Vergnügen.
Alex, heute ganz kunstvoll, springt vom Bug aus.
Nach dem Plantschen sind wir heute noch ein wenig kreativ. Denn, wie bereits
erwähnt, sind wir an Bord ja ganz gut ausgerüstet und so kommt es, das Tom
heute noch einen Friseurtermin im Haarstudio Diana hat. Schnipp schnapp, ab!
Mit schnittiger Frisur steht Tom am Mittwoch dann wieder am Ruder und wir
machen uns auf den Weg das südliche Fahrwasser des Maddalena Archipels zu
erkunden.
Wer da nicht so recht mitmachen will ist der Wind. Nachdem Böen und Seegang
immer heftiger werden, suchen wir uns eine Bucht und wollen mal abwarten bis
das durchgezogen ist. Also ankern wir in der Cala Marmorata, eine Bucht mit
einem schönen großen Sandstrand. Die riesige Anlage von Club Mediterraneé
am Hang, welche mit dem Baustil entlang dieses Küstenzuges überhaupt nichts
gemeinsam hat, ist alles andere als schön.
Diesen Anblick müssen wir aber gar nicht lange ertragen, denn der Wind verstärkt
sich und somit können wir hier auch nicht bleiben.
Nach nur 7 Meilen fahren wir in einen langen Fjord ein, hier ist Porto Pozzo.
Wir machen ein paar Muringbojen aus und schnappen uns auch direkt eine und
machen daran fest.
Als wir mit dem Dingi an Land rudern und für die Boje bezahlen wollen, erfahren
wir, das wir uns in einem Sportclub befinden und diese Anlage keine öffentliche
ist. Ups!
Doch wir dürfen bleiben, und das sogar umsonst, wir sind eingeladen. Das ist
doch nett, Dankeschön!
Am Donnerstag morgen verlassen wir zwar Porto Pozzo, doch auch heute ist
die Strecke eher kurz. Nach nur 4 weiteren Seemeilen ankern wir in Porto Liscia.
Hier suchen schon etliche andere Segel- und Motorboote Schutz vor den starken
Winden. Spaß bereiten die bis zu 44 Kts. Wind nur den Surfern, und die rauschen
hier kreuz und quer durch die Bucht.
Da keine Aussicht auf Besserung in Sicht ist, bleiben wir hier und warten
ab, was die Wetterlage morgen bringt.
Freitag morgen und alles ist vorbei. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein
und Wind um zu segeln.
Aber vorher gibt es Frühstück. Zwar spät, doch nicht irgendein Frühstück,
nein, heute gibt es Banana Pancake made by Tom.
Und somit sind wir mal wieder beim kulinarischen Ausflug in unsere Bordküche.
Man nehme:
3 reife Bananen schälen und mit dem Stabmixer pürieren. 4 Eier, 5 geh. Eßl.
Mehl, 1 Prise Salz, 2 Eßl. Zucker und je 50ml Mineralwasser und Milch zugeben
und alles zu einem Teig verrühren.
Diesen Teig in einer Pfanne mit heißem Öl ausbacken wie Pfannkuchen. Auf den
Tisch gestellt mit einem Glas Honig und Limetten werden die ausgebackenen
Banana Pancakes dann mit Limettensaft betreufelt (Zitronensaft tut´s auch!),
das Ganze mit Honig bestrichen zusammengerollt, fertig!
Dieses Rezept stammt zwar aus Thailand, doch essen kann man das ja zum Glück
überall!
So, nun aber den Anker aufgeholt geht´s los.
Wir segeln wieder. Weiter geht es entlang der südlichen Inseln des Maddelena
Archipels, die sich aus den 4 Inseln Isola Spargi, Isola La Maddelena, Isola
Santo Stefano und Isola Caprera bilden.
Zwischen den Inseln und der Küste herrscht reger Fährverkehr, was da heißt
aufpassen und auch ausweichen, selbst mit gesetzten Segeln, denn die Fähren
fahren volle Kraft voraus. Den Fährverkehr passiert gibt es entlang dieser
Inselgruppe und der Küste faszinierendes zu sehen.
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Punta Palau zum Beispiel. Hier steht auf einem Berg ein Stein welcher
aussieht wie ein Bär. Ein Stein von der Natur, von Wind und Wasser so
geformt. |
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Doch wir machen hier nicht halt sondern fahren vorbei an Capo d´ Orso und unser nächster Stop ist nur noch 6 sm entfernt. Wir steuern Poltu Quatu an, die Marina dell´ Orso . Dort angelegt trinken wir in einer Bar direkt am Steg erst mal einen richtig guten Cappuccino, mmmmh!
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Die geschmackvoll gestaltet Anlage ist überall schön bepflanzt mit Palmen
und Blumen was eine tolle Atmosphäre schafft. |
Was den Aufenthalt hier sehr angenehm macht ist das Marinapersonal, immer
nett, zuvorkommend und hilfsbereit.
Ansonsten wird hier einiges geboten. Neben einer Segelschule und einem Tauchclub
gibt es auch Tennisplätze. Verleih von Motor- und Schlauchbooten ebenso wie
eine Autovermietung. Die gastronomisch Seite: mehrere Restaurants, Pizzeria,
Gelateriea, Cafe-Bar´s, ein Bäcker, eine American Bar, eine Discothek und
eine Pianobar bieten für jeden etwas. In den vielen Shops auf dem Gelände
und dem Supermarkt in der Feriensiedlung ist soweit alles zu bekommen was
man braucht, sogar eine aktuelle Süddeutsche Zeitung gibt es mal wieder. Für
die, die mit dem Schiff ankommen gibt es auch einen Schiffszubehörhändler
und kleinere Reparaturen können durchgeführt werden.
Auch wer nicht mit dem Schiff ankommt findet in den Appartements der Feriensiedlung
eine nette Unterkunft und im Frühjahr 2002 eröffnet noch ein neues Hotel.
Alles in Einem lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.
Es ist Samstag der 30.06. und es naht das Ende unserer Reise mit Alex und
Carola. Gemeinsam wird SILVER BLUE noch einmal geputzt und Tom und ich müssen
noch ein wenig einkaufen, denn für uns geht ja die Reise weiter in Richtung
Balearen.
Zu einem letzten gemeinsamen Abendessen gehen wir in eine Pizzeria in der
Marina und nach einem kleinen Spaziergang heißt es früh zu Bett gehen und
somit ist für heute und diese Woche Schluss.
Was uns die neue Woche so alles gebracht hat ... in einer Woche wieder hier:
gleiche Welle, gleiche Stelle!
so long
Grüße von Diana + Tom







Die geschmackvoll gestaltet Anlage ist überall schön bepflanzt mit Palmen
und Blumen was eine tolle Atmosphäre schafft.