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KW 31 2003
28.07. - 03.08.2003
Wir verlassen die Hollandes Cays ein wenig spät, so das es absehbar
ist, das wir unser angestrebtes Ziel nicht mehr bei Tageslicht erreichen werden.
Und die Navigation bei ungenügendem Licht sollte man zwischen den St.Blas-Inseln
doch besser unterlassen, da die wenigen Karten, die überhaupt existieren,
teilweise auf Vermessungen von 1917 beruhen und wenige Details enthalten.
Da ist soviel wie möglich Augapfelnavigation gefragt.
So legen wir einen Zwischenstop bei Puyades Islands ein, einem recht abgelegenem
Atoll, wo wir ziemlich "offshore" vorm Riff ankern. Eh die einzige
Möglichkeit hier. Kaum geankert, paddelt auch schon eine Kunafamilie
im Kanu vorbei, die auf der Insel die Kokosnüsse ernten. Sie besitzen
zwar einen Aussenbordmotor, aber der scheint irgendwie nicht zu funktionieren.
Und so erscheint nach einer Stunde auch wieder das Familienoberhaupt nebst
Sohnemann und fragt mich um Hilfe.
Das Problem ist schnell gefunden, ein Schräubchen ist verlustig gegangen
und der Sprit läuft an der Seite raus. Da es sich dabei um eine Spezialschraube
handelt, die ich auch nicht vorrätig habe,
kitten wir das Loch mit ein wenig eines Epoxy-Sticks zu. Ein Teufelszeug,
das nach 5 Minuten hart wie Metall ist. Und siehe da, der Motot schnurrt wieder
und die Kunas ziehen strahlend davon.
| Am folgendenn Tag erreichen wir bereits am Mittag unser ursprüngliches
Ziel, die Ratones Cays. Hier gibt es ein herrliche Riff zum Schnorcheln
und auch den Inselrundgang geniessen wir sehr. Und da das Riff doch gar so schön ist, beschliessen wir noch einen Tag zu bleiben, um ausgiebig am Riff zu schnorcheln und auch ein paar schöne Aufnahmen davon zu machen. Leider ist es am folgenden Tag recht trübe und es hat reichlich Seetang vor`s Riff getrieben, das schnorcheln gleicht eher dem stochern im Gemüsebeet. Wir sind schnell zurück an Bord, und machen es uns da gemütlich, wir wollen eh am folgenden Morgen früh los. |
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Wir stehen dann zwar in der Früh parat, aber genau in die Richting,
in die wir wollten, zieht eine fette Gewitterfront auf. Da muss man ja
nun wirklich nicht reinsegeln, da die Sicht in der Front gleich Null ist. Um 09.00 Uhr ist sie durchgezogen, nun aber los, immerhin liegen 50 Seemeilen vor uns. Um 17.00 Uhr erreichen wir die Isla de Pinos, mit über 300 Meter Höhe eine deutliche Erhebung vor der Küste Panamas. Kaum geankert, zieht wieder eine Gewitterfront auf; das nennt man perfektes Timing. |
Perfekt möchte wohl auch der junge Kuna sein, der uns, kaum das wir
da sind, mit einem Redeschwall überzieht und 6 Dollar für den "Congreso"
der Insel kassiert. Ausserdem informiert er uns, das wir am folgenden Tag
den "Sila", das ist das Dorfoberhaupt, um Erlaubnis fragen können,
die Insel und das Dorf zu betreten. Obwohl dieses nach den Sitten so üblich
ist, ist es das erste Mal, das es auch wirklich
erforderlich ist.
| Nun, wir kommen am folgenden Tag gerne unserer Pflicht nach, es gibt
gleich zwei "Silas", und die sind sehr nett und freundlich.
Der Ältere fragt noch, ob wir nicht etwas gegen seine Muskelschmerzen
haben, unsere Bordapotheke gibt auch eine schöne Rheumasalbe her,
die wir ihm am Nachmittag dann vorbeibringen. Zwischenzeitlich haben wir
dann aber noch die ganze Insel umrundet, das sind immerhin 3 Stunden Fussmarsch
durch Buschland und Palmenhaine, über Strände und Basaltsteinansammlungen. |
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Auch das Dorf ist sehr ursprünglich, recht interessant ist auch
die Lage der Ställe, über dem Wasser auf einem Bambusgitter,
spart praktisch das ausmisten.
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So erreichen wir dann auch gegen 14.00 Uhr Puerto Olbadia. Hier kommen gleich
mal neben dem Hafencapitain, 1 Mann vom Zoll und 3 Polizisten nebst deutschem
Schäferhund an Bord. Die sind aber alle sehr freundlich, und nach einem
kalten Erfrischungsgetränk und einer halben Stunde Sucherei ziehen sie
dann wieder vondanen. Am Sonntagmorgen werden dann auch die restlichen Papiere
ausgestellt, und wir lichten den Anker für 170 Meilen nach Cartagena.
Davon mehr in der kommenden Woche..........
bis dahin - alles Gute !
TOM








