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KW48 2001
25.11.2001 - 01.12.2001
Es ist Sonntag der 25.11. und heute geht es endlich wieder los.
Nach dem Frühstück statten wir Anja, Morten und Freya noch einen kleinen Besuch
ab um Auf Wiedersehen zu sagen, Wiedersehen auf Antigua. Anja und Morten sind
mit ihrer 10 Monate alten Tochter Freya auf dem Segelschiff „CONTESSA" unterwegs
und wollen ihre Atlantiküberquerung auch am 01.Dezember starten.
Zurück an Bord wird die Genua angeschlagen, Strom und Wasser abgeschlossen,
dann kann es auch schon fast losgehen. Doch um den Hafen verlassen zu können,
muss erst ein Seglerkollege, der bei einem Anderen längsseits liegt, etwas
Platz machen, sonst kommen wir da nicht durch, da geht es nämlich ziemlich
eng her.
Um 12:00 Uhr sind die Leinen los und wir steuern die Hafenausfahrt an. Doch
ehe wir Puerto Calero endgültig verlassen, machen wir noch einen kleinen Stop
an der Tankstelle um die Dieseltanks zu füllen, doch und dann lassen wir Puerto
Calero endgültig hinter uns und nehmen Kurs auf Playa de Papagayo. Nach nur
10sm kommen wir dort an und ankern vor den schönen Stränden. Hier werden wir
die Nacht verbringen um dann am Montag ausgeruht die Reise nach Gran Canaria
anzutreten.
Montag Morgen, wir holen den Anker auf und bereits 10 Minuten später segeln
wir. Nur die Genua gesetzt kommen wir richtig gut voran und machen teilweise
über 7 Kts. Fahrt. So geht es dahin, den ganzen Tag und die ganze Nacht, denn
wir fahren die Nacht direkt durch, so dass wir bereits um 09:00 Uhr am Dienstag
Morgen in Puerto de La Luz / Las Palmas festgemacht haben.
Frisch gestärkt geht es nach dem Frühstück wieder ans Werk.
Interessant, wie viele Menschen hier im Hafen unterwegs sind und anfragen
ob noch ein Crewmitglied benötigt wird. Alle wollen sie über den Atlantik,
alle wollen sie in die Karibik, und wir wollen dass auch!
Unsere Crew ist längst komplett, denn mit uns fahren Petra und Martin und
die Beiden reisen heute, am Mittwoch, an. Jetzt können gemeinsam die letzten
Vorbereitungen für den großen Törn beginnen.
Ehe das losgeht, muss noch ein Problem gelöst werden. Unser Faxgerät ist nämlich
kaputt. Sollte nicht soooo kompliziert sein, denn es ist ein ziemlich neues
Markengerät von Hewlett Packard und HP ist ja ein internationales Unternehmen
mit Standorten und Servicepartnern in der ganzen Welt. Um so mehr darf man
sich wundern was hier unter Service am Kunden verstanden wird. Denn, ruft
man bei HP Deutschland, und sagt wo man sich momentan befindet, wird man kurzerhand
an HP Spanien verwiesen und will mit dem Problem nichts zu tun haben. Also
ein Anruf bei HP Spanien! Da ich kein Spanisch spreche und die kein Englisch,
werde ich kurzerhand weiterverbunden, nach Nordirland und dann auch noch nach
England. Die Spezialisten für dieses Gerät, ein HP Office Jet G85, die sitzen
wiederum in Frankreich und auch hier heißt es telefonieren, telefonieren,
telefonieren. Zu guter letzt bekommt man wieder gesagt HP Spanien sei hier
ausschließlich zuständig. Noch ein Anruf bei HP Deutschland mit der Bitte
mir doch zu sagen wo auf Gran Canaria ein autorisierter HP Vertragspartner
zu finden ist. Die Antwort: das müssen sie im Internet ausfindig machen! Also,
wo gibt es denn so was?!
Doch es gibt keine andere Möglichkeit um in dieser Sache weiter zu kommen,
also gilt es im Internet diesen Servicepartner zu finden. Gefunden, dort angerufen,
kommt sogar am gleichen Abend noch ein Techniker, sieht sich das an, und da
er vor Ort nichts machen kann, müssen wir am Freitag Vormittag mit dem Gerät
in deren Büro kommen. Nachdem relativ schnell klar ist was kaputt ist, stehen
wir vor dem nächsten Problem, die Beschaffung des Ersatzteils. Doch auch das
sollte zu schaffen sein, denn, es gibt ja Paketdienste die per Express und
Übernacht und wie auch immer zustellen.
Von HP Spanien sind die Teile frühestens in 6 Werktagen bei uns. Da es verständigungstechnisch
für mich einfacher ist, rufe ich erneut bei HP Deutschland an, doch dort ist
nach wie vor nicht mit Hilfe zu rechnen, bzw. ich werde mal wieder an HP Frankreich
verwiesen, dort wären wohl auch die Ersatzteile vorrätig. Dann rufe ich dort
eben auch noch mal an, und das alles per Handy, Mahlzeit!
Überall das gleiche Drama, bis zu einer viertel Stunde lassen diese Herrschaften
einen in der Warteschleife hängen, und dann wird man garantiert noch mal weiterverbunden,
unglaublich! Dann erbarmt sich doch einer der Herren und will uns schnellstmöglich
helfen.
Das Resultat: angeblich wurden die Teile am Donnerstag Nachmittag in Frankreich
auf den Weg gebracht, angeblich per Express. Was wiederum verwunderlich ist,
ist die Tatsache, das mir keiner sagen kann wie denn der Versand erfolgte,
auf welchem Weg die Teile denn bei uns ankommen sollen. Vor allem darf man
gespannt sein, wann sie ankommen werden, denn das wir am Sonntag Las Palmas
verlassen wurde denen mitgeteilt.
Im Gesamten betrachtet ein äußerst unprofessionelles Vorgehen für eine Weltfirma
wie Hewlett Packard es ist, sehr kundenorientiert, sehr hilfsbereit! Danke!
Nachdem jetzt fast 1 ½ Tage durch dieses Gerät verplempert sind, wird es langsam
Zeit das wir unseren Einkaufszettel für die kommenden Wochen schreiben. Zuerst
machen wir Bestandsaufnahme, was sich noch alles an Bord befindet und dann
wird der Einkaufszettel geschrieben. Einkaufen für 4 Personen für ca. 30 Tage!
Los geht's.
Am Freitag Morgen werden als erstes die Gasflaschen aufgefüllt, denn ohne
Gas kocht es sich schlecht Dann die Reservekanister mit Diesel gefüllt.
Mittags machen Petra und ich uns auf zu El Corte Inglés, ein riesengroßes
Einkaufszentrum mit Supermarkt, und da gehen wir hin. Dort kaufen wir Brot,
Fleisch, Wurst, Käse und ein paar andere Kleinigkeiten. Dann zurück aufs Schiff
und ab in die nächste Runde, und die nächste Runde machen Petra, Martin und
Thomas während ich an Bord bleibe um den ersten Einkauf zu portionieren und
im Tiefkühler zu verstauen.
Es ist 22:00 Uhr bis die Drei wieder zurück sind. Mitgebracht haben sie nur
Tiefkühlprodukte, denn der übrige Einkauf, 7 volle Einkaufswagen + 260 Flaschen
Wasser, wird am Samstag Morgen direkt ans Schiff geliefert.
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Samstag Vormittag 11:00 Uhr und unser Einkauf wird angeliefert. Ärmel hochkrempeln und los geht es: Wasser verstauen, das ganze Obst und Gemüse wird bereits auf dem Steg gewaschen und dann ab damit in die neue, gekühlte Gemüsekiste. Über 3 Stunden sind vergangen, bis alle Vorräte verräumt sind! Die Wassertanks noch füllen und dann war es das für heute. Was heute natürlich nicht ankam: die Ersatzteile von HP. Dies hat zur Folge, das wir uns die Teile nachsenden lassen müssen und dafür auch noch fett bezahlen müssen. Danke HP, danke! Das bedeutet natürlich auch, wir haben keine Möglichkeit Faxe zu empfangen. |
An dieser Stelle nochmals unsere neue Email Adresse, die ab sofort ausschließlich
gültig ist:
katsilverblue@les-raisting.de
Das war es dann mal wieder, zum Ausklang des Tages und unseres
Aufenthalts in Las Palmas gehen wir gemeinsam essen und freuen uns auf den
morgigen Tag, wenn es heißt: Leinen los!
Was uns die neue Woche so gebracht, was wir auf dem Atlantik erleben,
in einer Woche wieder hier,
... gleiche Welle, gleiche Stelle
und dann gibt es auch wieder den kulinarischen Tipp.
so long
Grüße von
Diana + Tom
Petra + Martin




