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KW 49 2002
25.11. - 01.12.02
Montagvormittag segelt SILVER BLUE bei leichtem downwind durchs türkisblaues
Wasser dem westlichen Ende der Inselgruppe Los Roques entgegen (Bild links).
Ziel ist Cayo de Agua, eine Düneninsel und die einzige Insel im Los Roques-Archipel
mit Süsswasser. Bereits um 14.30 Uhr fällt der Anker, also genug
Zeit für einen ausgiebigen Erkundungsgang. Also, Dinghy runterlassen
und an Land. Hier erwartet mich ausser hohen Dünen auch ein spezielles
Dünengras, das sich mit vielen kleinen Dornenbällchen zur Wehr setzt.
Die hab ich nach einiger Zeit überall hängen und beim abzupfen stechen
sie einem halt nochmal in die Finger, aber halb so schlimm. Unterwegs treffe
ich noch einen Inselbewohner, dem ist das Haus ein wenig klein geworden und
er lehnt sich weit heraus,
" gestatten, Ernst Einsiedlerkrebs " (Bild rechts)
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Am Dienstagmorgen geht`s um 08.00 Uhr Ankerauf, Ziel ist Los Aves, das sind
zwei kleine Insel Richtung Westen. Bei Ostwind bis zu 7 Beaufort geht es schnell
in diese Richtung, aber lässt auch einen ziemlichen Seegang aufkommen.
Eine von diesen vorwitzigen Wellen macht mich jedenfalls ganz schön nass.
Na ja, das mit dem Seegang wird in Zukunft sicher noch mehr werden, Richtung
Kolumbien-Panama sind 3-4 Meter um diese Jahreszeit normal.
| Bereits am Mittag, nach 33 Seemeilen erreiche ich den ausgeguckten Ankerplatz.
Um den zu erreichen muss ich mich aber ersteinmal durch zahlreiche Riffe
schlängeln, teilweise sind die Durchfahrten grade mal 20 Meter breit,
da heisst es schon genau hingucken. Dafür erwartet mich aber ein unbeschreiblich faszinierender Platz, SILVER BLUE ist umgeben von hohen Mangrovenwälder, leuchtenden Riffen und tausenden von grossen Seevögeln, deren Heimat AVES DE BARLOVENTO ist. Eine unbeschreiblich Stimmung und der Tag endet unter den Rufen der vielen Vögel mit einem passenden Sonnenuntergang. |
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Die darauf folgenden Tage vergehen damit, diesen herrlichen Platz zu erkunden,
über und unter Wasser. Ich beginne in den Mangroven, hier "wohnnen"
die vielen Vögel (Bild links).
Mit dem Dinghy lasse ich mich am Mangroven bewachsene Ufer entlangtreiben,
überall schauen mich Vogelaugen an. Es sind viele verschiedene Arten,
die meist vertretene Art, die es hier gibt, ist der " Red foot booby
", von dem ich ein flauschiges Küken fotografiert habe (Bild rechts).
Daran erkennt man auch, wie nah man an Vögel rankommt, sie sind völlig
ohne Scheu.
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Auch unter Wasser ist das hier ein toller Platz. Riesige Kolonien von Hirn- und Geweihkorallen, völlig intakt, keine Korallenbleiche oder sonstige Schäden, und das ist heutzutage leider nicht selbstverständlich. Auch sonst natürlich jede Menge schwimmender Meerebewohner, von denen sich allerdings keiner überreden liess, in meine Pfanne zu wandern. So vergeht die Woche und nachdem ich nichts von SILVERS gehört
habe, die eigentlich bis Ende der Woche hier sein wollten, mache ich
mich am Sonntag auf nach AVES DE SOTAVENTO. Ich ankere an der Leeseite
eines kleines Sandinselchen, auf dem eine einsame Palme steht. Davon mehr kommende Woche - wenn ihr mögt TOM |
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