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KW 52 2002

16.12. - 22.12.02

Hatte gehofft, die fehlende Wasserpumpe schon am Montagfrüh zu bekommen, keine Chance, erst am Nachmittag ist es möglich. So nutze ich die Zeit, besorge noch ein paar Sachen und gehe kurz zum Zahnarzt, der eine Kleinigkeit schnell richtet. Ausserdem ersetzte ich noch eine Lampe im Mast, in den mich Frank von der S/Y SILVER raufgekurbelt hat. Um 15.00 Uhr bekomme ich endlich die neue Pumpe, bis die eingebaut ist und gecheckt ist, wird es allerdings langsam dunkel.
Aber sie funktioniert prächtig, und darauf und zum Abschied genehmige ich mir mit Frank und einigen anderen eine tolle Reistafel in einem indonesischem Restaurant, 40 verschiedene Sachen, puh, und wer rollt mich jetzt zurück an Bord?
Am Dienstag geht`s dann endlich los, die Wettervorhersage für die folgende Tage ist hervorragend, 15-20 Knoten östliche Winde und 4- 5 Fuss Seegang. Um 09.30 Uhr hole ich die Leinen an Bord, segele gemütlich vorbei an Klein Bonaire hinaus in den Atlantischen Ozean.

   Es lässt sich gemütlich an, am Nachmittag koche ich ein leckeres Abendessen und der Tag verabschiedet sich friedlich mit einem herrlichen Sonnenuntergang.
Das mit dem friedlich sollte sich aber noch gewltig ändern, aber am Mittwoch und Donnerstag geht`s erst einmal gemütlich weiter, Curasao und Aruba liegen schon lange hinter mir, das ruhige Wetter lässt mir auch recht viel Zeit, immer mal wieder ein Schläfchen einzulegen. Das Radar überwacht dann meine Umgebung und warnt mich, wenn etwas in meine Nähe kommt.
Immer wieder landen ein paar Meerebewohner an Bord, fliegende Fische und einmal auch ein Calamari, seit wann können Calamaris fliegen ?
Nicht an Bord landen, und das ist auch gut so, die Meeresbewohner, die ich am Donnerstagnachmittag sehe. Aus dem Augenwinkel sehe ich kurz ein paar Flossen auftauchen, als dann richtig hinschaue (das ist wie mit Ansage) tauchen gleichzeitig aus einem Wellenberg 3 kleinere Wale auf. Ein unbeschreiblich schöner Anblick!
Der Seegang hatte zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich zugelegt, und Freitagnacht nimmt wie zu erwarten war, auch der Wind zu. Bis Freitagmittag sind es dann bis zu 35 Knoten und 10 Fuss Seegang.
Den Delfinen, die am mich am Freitag besuchen, macht es Spass in den Wellen zu spielen, mir landet dafür das Wasser im Cockpit und einmal sogar im Salon.
  


Aber bald bin ich da ! Samstag, bei Sonnenaufgang laufe ich Cartagena ein, vorbei an einem alten Fort, das früher den Spaniern zur Verteidigung der Bucht diente.
   In der Bucht werde ich von einer Statue begrüsst, die schon einen ersten Eindruck auf die Gegensätze von Vergangenheit und Zukunft in Cartagena vermittelt.
 

Darüber mehr in zwei Wochen (über die Feiertage ist die Pressestelle geschlossen).
Ich wünsche euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr!

TOM